Reiki geht auch anders

Ich denke jeder hat seinen eigenen Weg zum Reiki zu finden. Oder man wird gefunden...


Es war in meinen Augen etwas zum Einsteigen. Etwas für Anfänger.... Ich dachte so weil es so leicht zugänglich und vergleichsweise schnell zu erlernen war. Außerdem kann das ja jeder... kann also nichts Besonderes sein...Wie gesagt so dachte ich. 

Ich arbeite vorher schon mit Qi und erlernte es um zu verstehen was ich bereits intuitiv in der TCM tat. Ich hatte keine Ahnung was Reiki ist.

Die Ausbildung faszinierte mich und bestätigte sehr viel was ich von der TCM kannte. Die starke Verbindung zum Buddhismus erkannte ich zwar aber das Ausmaß war mir nicht bewusst.

Zum dritten Grad begriff ich erstmals wie sehr es mit dem Buddhismus verwoben ist. Das Ego kommt dann nämlich und will Meister sein. Etwas besonderes, etwas besseres.

Die Ausbildung verlangt sehr viel Eigenstudium.

Sehr viel. Wer das nicht tut, verliert Demut und den Kern dessen was Reiki für mich ist.

Es wird in Fachkreisen viel diskutiert über Linien und Stile.. über Wirksamkeit und wer was wo macht und kann. Worum aber geht es denn wirklich bei diesem Weg? Weiß das noch jemand? Es wirkt sehr verstörend und traurig gleichermaßen wenn Meister sich in den Foren gegenseitig runtermachen. Ich finde es ist die Verantwortung eines jeden einzelnen dem gerecht zu werden was Reiki für ihn ist. Wenn jeder wirklich an sich arbeitet und seinen Geist nach buddhistischen Vorbild zu befreien versucht, der wird Reiki anders sehen.

Ich sehe Reiki als buddhistisches QiGong. Als sehr intensive Form dessen. Es deckt sich auch zum größten Teil mit dem hohen QiGong. Es geht um Erleuchtung. Um die Befreiung des Geistes von den Ursachen des Leidens.

Hass, Gier und Verblendung. Leerheit, bedingtes Entstehen, die vier edlen Wahrheiten, der achtfache Pfad, die fünf skandhas, etc....

Ein wahrhaftiger Weg. Ich verneige mich🙏