Was ist angewandte chinesische Medizin ?


 

Als Shifu (Ehrentitel und Lebensaufgabe für Lehrer, die auch das Formlose lehren) für QiGong und Meditation erkläre ich dies gern anhand diesen Beispiels.

QiGong ist eine der fünf Säulen der traditionellen chinesischen Medizin und für mich die Physio-Abteilung der chinesischen Medizin. Sie unterliegt den selben Grundsätzen wie die Ernährung, Arzneimittelkunde, Akupunktur und die eher passiven Anwendungen aus der TuiNa Anwendung.

Beim QiGong wird durch ständiges, beharrliches Üben (Gong) mit Körper, Emotion und Geist ein Ausgleich im Körper geschaffen sowie Selbstheilungskräfte aktiviert und kultiviert. 

Dies umzusetzen im stressigen Alltag und bei bestehenden Beschwerden... also dann wenn es schwer ist...DAS ist angewandte chinesische Medizin....für ein ausgeglichenes Klima in Körper, Emotion und Geist sorgen. Einen klaren, starken Geist entwickeln und ein gutes Herz!

Hier wird auch der Unterschied zur westlichen Ansicht mehr als deutlich.

Chinesische Medizin anzuwenden bedeutet für mich auch den Menschen als Ganzes zu begreifen und in der Lage zu sein diesen auch so zu begleiten, zu motivieren und ihn zu Eigenständigkeit zu ermutigen.

 

 Begleitet wird in den fünf Regulationskreisen

 

  1. Körper
  2. Atmung
  3. Qi
  4. Verstand
  5. Geist

 

Mit QiGong arbeitet man auf allen drei Ebenen des Menschen, die untrennbar sind/interagieren

  •  Auf der körperlichen Ebene werden harmonisierte Bewegungen und Atem sanft zusammengeführt und der Körper in seine ursprüngliche Vitalität und Flexibilität geführt.
  • Auf der Emotionsebene werden durch die geistigen Übungen und Visualisierungen verdrängte und verschüttete Emotionen entdeckt, analysiert und deren Wechselwirkungen mit den anderen Ebenen geklärt.
  • Auf der geistigen, spirituellen Ebene kann der Mensch die Kraft seines Geistes ergründen, seine versteckten Potentiale entdecken, Konzentration/Absicht nutzen lernen und anwenden. Zudem wird der Verstand und dessen Bestandteile sowie Wechselwirkungen erklärt. Das Arbeiten mit dem buddhistischen Menschenbild und der Buddhanatur bietet großes Potential zu nachhaltiger Veränderung.

     

Man beginnt mit Körperarbeit den Körper zu entspannen und den Geist zu beruhigen. Später übernimmt das Fühlen und man versteht langsam. Dies fördert und erzeugt gleichermaßen einen klaren Geist und ermöglicht das Qi zu lenken, zu senden und als potentielle Kraft zu begreifen.